Was lange schon zum Schutz von Wohnungseigentum gefordert wurde, ist nunmehr zum 01.08.2018 Gesetz geworden: Anders als bisher, muss der Wohnimmobilienverwalter für seine gewerbliche Tätigkeit seit diesem Stichtag eine Erlaubnis gemäß § 34c GewO bei der zuständigen Behörde einholen; eine einfache Gewerbeanmeldung, wie bisher, reicht nicht mehr.

Immobilienverwalter, die nur geschäftlich genutzte Immobilien verwalten, sind von der Änderung nicht betroffen.

Für die Erlaubniserteilung hat der Wohnimmobilienverwalter seit 01.08.2018 neben der persönlichen Zuverlässigkeit geordnete Finanzen und das Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000,00 EUR je Versicherungsfall und 1 Million für alle Versicherungsfälle innerhalb eines Jahres nachzuweisen.

Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Sachkundenachweises durch Ablegen einer Prüfung, muss sich künftig jeder Wohnimmobilienverwalter regelmäßig fortbilden und innerhalb von drei Jahren 20 Fortbildungsstunden absolvieren. Ein Verstoß gegen diese Fortbildungspflicht kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Für Wohnimmobilienverwalter, die bereits vor dem 01.08.2018 tätig waren, läuft eine Übergangsfrist für die Beantragung der Erlaubnis bis zum 01.03.2019.