Vertragstücken am Bau

In einer Entscheidung vom Ende des vergangenen Jahres hat der BGH auf die Unterscheidung zwischen einem Kaufvertrag und einem Werkvertrag aufmerksam gemacht. Es wird oft übersehen, dass es beide Vertragstypen auf dem Bau gibt.

Wo die Lieferung im Vordergrund steht, wird es sich regelmäßig um einen Kaufvertrag handeln. Wo der Erfolg der Leistung, also der Ein- / Umbau geschuldet wird, hat man es mit einem Werkvertrag zu tun.

Die Unterschiede sind nicht unbeträchtlich. Die Zahlung wird beim Kaufvertrag nämlich sofort mit Lieferung fällig, sofern nichts anderes vereinbart ist. Beim Werkvertrag dahingegen ist eine Zahlung erst nach Abnahme geschuldet. Auch im Rahmen der Nachbesserung gibt es Unterschiede. Hat beim Werkvertrag der Bauunternehmer die Wahl, wie er die Nachbesserung durchführt, kann beim Kaufvertrag der Käufer entscheiden, ob er eine Nachbesserung oder eine Ersatzlieferung haben möchte.

Am Bau tätige Unternehmen werden gut beraten sein, genau zu prüfen, welcher Vertragstyp zur Anwendung kommt.

Von: Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie Bau- und Architektenrecht

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Über den Autor
Alexander Krafft
Alexander Krafft

Seit 1995 Rechtsanwalt und seit 2001 in Öhringen. Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie für Bau- und Architektenrecht.

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