IPA-Verträge eignen sich vor allem für komplexe und großvolumige Bauprojekte, bei denen viele Beteiligte eng zusammenarbeiten müssen. Typische Anwendungsfälle sind Infrastrukturprojekte, große öffentliche Bauvorhaben oder technisch anspruchsvolle Gewerbebauten.

Besonders sinnvoll ist das Modell, wenn:

  • Planung und Ausführung stark miteinander verzahnt sind,
  • frühes Bau-Know-how für die Planung entscheidend ist,
  • klassische Vergabemodelle an ihre Grenzen stoßen.

Rechtlich ist zu beachten: IPA-Verträge sind nicht standardisiert wie etwa die VOB/B. Sie werden projektspezifisch ausgestaltet und müssen sorgfältig auf Risiken, Entscheidungsprozesse und Vergütungsmechanismen zugeschnitten werden.

Besondere Bedeutung haben dabei:

  • klare Regelungen zu Rollen und Verantwortlichkeiten,
  • transparente Kosten- und Vergütungsmodelle,
  • strukturierte Entscheidungs- und Steuerungsgremien.

IPA-Verträge bieten große Chancen, erfordern aber eine präzise rechtliche Gestaltung. Eine frühzeitige juristische Begleitung ist daher unerlässlich.

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Beitrag von

  • Mario Winzek
    Mario Winzek
    Partner
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

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