Wer wegen eines Bauvorhabens rechtlichen Rat sucht, kann das erste Gespräch durch eine übersichtliche Zusammenstellung der vorhandenen Unterlagen erleichtern. Dabei geht es nicht darum, bereits selbst eine rechtliche Bewertung vorzunehmen, sondern den Sachverhalt nachvollziehbar aufzubereiten.
Verträge und Kommunikation zusammenstellen
Hilfreich sind insbesondere der Bauvertrag, zugehörige Leistungsbeschreibungen, Nachtragsangebote, Rechnungen und die wesentliche Korrespondenz. Bewahren Sie Originaldateien auf und ordnen Sie Kopien möglichst nach Datum. Auch unterschiedliche Vertragsfassungen können für das Verständnis des Ablaufs wichtig sein.
Den Ablauf in eigenen Worten festhalten
Eine kurze zeitliche Übersicht kann den Einstieg erleichtern: Was wurde vereinbart, wann begannen die Arbeiten und wann trat das Problem erstmals auf? Trennen Sie dabei eigene Beobachtungen von Vermutungen. Vorhandene Fotos sollten sich möglichst einem Datum und einem konkreten Bereich des Bauvorhabens zuordnen lassen.
Das Ziel des Gesprächs benennen
Überlegen Sie vorab, welches Ergebnis Sie anstreben und welche Fragen besonders dringend sind. Weisen Sie gleich zu Beginn auf bereits erhaltene Schreiben mit Fristen oder auf anstehende Termine hin. Warten Sie bei Zeitdruck nicht erst darauf, sämtliche Unterlagen vollständig zusammengestellt zu haben.
Eine gute Vorbereitung unterstützt eine gezielte Beratung. Welche rechtlichen Schritte im Einzelfall sinnvoll sind, lässt sich jedoch erst anhand der konkreten Vereinbarungen und Umstände beurteilen.

