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ADVOCA Rechtsanwälte

Blog2026-02-28T22:57:51+00:00

Preissteigerungen wegen Ukrainekrieg im Bauvertrag: Was Auftragnehmer und Auftraggeber jetzt wissen müssen

Seit Beginn des Ukrainekriegs sind die Preise für Bauleistungsträger (Stahl, Holz, Energie, Transporte u.a.) sprunghaft gestiegen. Viele Bauunternehmen fragen sich, ob sie mehr Vergütung verlangen oder sogar kündigen dürfen, wenn der vereinbarte Festpreis nicht mehr kostendeckend ist. Ein aktueller Hinweisbeschluss des OLG Celle vom 03.07.2024 – 3 U 15/24 liefert hierfür wichtige Leitlinien. Kein „Automatismus“: Einzelfallprüfung statt pauschaler Verweis auf Marktpreise Nach [...]

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Mitverschulden des Bauherrn bei Mängelbeseitigungskosten

Im Werkvertragsrecht gilt grundsätzlich: Der Unternehmer muss sämtliche Kosten der Mängelbeseitigung tragen. Dazu gehören nicht nur die unmittelbaren Arbeiten am mangelhaften Werk, sondern auch alle damit verbundenen Nebenarbeiten – etwa das Freilegen, Entfernen und Wiederherstellen von Oberflächen. Doch diese Pflicht hat Grenzen: Sie endet dort, wo der Bauherr durch eigenes Verhalten die Mängelbeseitigung erschwert oder verteuert. Pflichten des Bauherrn nach Treu und [...]

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Wenn Regen zur Belastung wird: Was tun bei überlaufendem Niederschlagswasser vom Nachbarn?

Immer wieder schildern Mandanten uns ein wiederkehrendes Problem: Nach einem kräftigen Regenguss steht plötzlich das eigene Grundstück unter Wasser – und die Ursache liegt nicht allein im Wetter, sondern oft beim Nachbarn. Dessen Grundstück wurde baulich verändert oder ist unzureichend entwässert, sodass das Niederschlagswasser unkontrolliert überläuft. Was viele nicht wissen: In solchen Fällen bestehen klare rechtliche Ansprüche – und wir zeigen Ihnen, [...]

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Was bedeutet Selbstvornahme im Werkvertragsrecht?

Im Werkvertragsrecht nach deutschem Zivilrecht (§ 631 ff. BGB) verpflichtet sich der Unternehmer, ein bestimmtes Werk herzustellen. Kommt es nach der Abnahme zu Mängeln, hat der Besteller zunächst das Recht, Nachbesserung zu verlangen. Verweigert der Unternehmer die Nacherfüllung oder schlägt sie fehl, kann der Besteller zur sog. Selbstvornahme greifen. Die Selbstvornahme beschreibt das Vorgehen, wenn der Besteller den Mangel selbst beseitigen lässt [...]

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BGH: Streitverkündung muss inhaltlich präzise sein – sonst keine Verjährungshemmung

BGH, Urteil vom 12.06.2025 – VII ZR 14/24 § 204 Abs. 1 Nr. 6; ZPO § 73 Satz 1, § 295 Abs. 1 Problem/Sachverhalt Ein Unternehmer (U) hatte im Jahr 2011 Parkett in einer Eigentumswohnung verlegt, die dem Bauträger (B) gehörte. Dieser beglich die Rechnung von 5.231,80 € umgehend. Jahre später verklagte B den Erwerber (E) der Wohnung auf Zahlung des Restkaufpreises. [...]

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Kein Geld für „Warten auf den Bauherrn“: Was Auftragnehmer bei Bauverzögerungen beachten müssen

Wenn es auf der Baustelle nicht weitergeht, weil der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten nicht nachkommt, stellt sich für Bauunternehmer schnell die Frage: Können wir die Kosten für unproduktive Wartezeiten ersetzt verlangen? Ein aktuelles Urteil des OLG München vom 14.06.2023 (Az. 20 U 8406/21 Bau), bestätigt: Einfach nur längere Bauzeit reicht nicht. Es braucht konkrete Darlegungen, um erfolgreich einen Entschädigungsanspruch nach § 642 BGB [...]

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„Ca.“-Angaben im Bauvertrag: Pauschalpreis oder doch offen?

Bauverträge enthalten immer wieder Preisangaben mit dem Zusatz „ca.“ – etwa: „ca. 5.000 EUR netto für 160qm“. Solche Formulierungen werfen wichtige Rechtsfragen zur Art der Vergütungsvereinbarung auf: Handelt es sich um einen bindenden Pauschalpreis oder ist der Preis offen? Was ist ein Pauschalpreisvertrag? Ein Pauschalpreisvertrag liegt vor, wenn ein fester Preis für eine konkret bestimmte Leistung vereinbart ist – unabhängig vom tatsächlichen Aufwand. [...]

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EU-Subunternehmer auf deutschen Baustellen: Diese Nachweise sind Pflicht

Wer als Generalunternehmer oder Auftraggeber auf deutschen Baustellen Subunternehmer aus anderen EU-Staaten einsetzt, muss auf eine Vielzahl von Nachweisen achten. Diese sichern nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern dienen auch der eigenen Haftungsreduzierung und Qualitätssicherung. Die Nachweise lassen sich in drei Bereiche einteilen: 1. Unternehmensbezogene Nachweise Gewerbeanmeldung aus dem Heimatland Handelsregisterauszug (bei juristischen Personen) Mitgliedsbescheinigung einer IHK oder HWK Dienstleistungsanzeige bei [...]

Beachtenswerte Urteile

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